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Dr. Winfried Fischer
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Die sogenannte "Rürup -Rente"

In Tageszeitungen und sonstigen Publikationen wird oft über die sogenannte Rürup-Rente - nicht zu verwechseln mit dem ähnlich klingenden Begriff der Riester-Rente - geschrieben. Gleichwohl bestehen bei den Lesern vielfach nur unklare Vorstellungen, was sich hinter diesen „Schlagwörtern" verbirgt, dies sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich der Vor- und Nachteile, die damit verbunden sein können.

Die seit 2005 eingeführte Rürup-Rente eignet sich für alle, die für ihr Alter vorsorgen und gleichzeitig eine steuerliche Förderung nutzen wollen. Besonders attraktiv ist diese Form der privaten Altersvorsorge für jene, die eine Förderung wie die Riester-Rente nicht nutzen können und deshalb eigenverantwortlich für ihren Lebensabend vorzusorgen haben. Der Begriff Rürup-Rente geht auf den Initiator dieser gesetzlichen Rentenregelung zurück und bedeutet: Abschluß eines Altersvorsorgevertrages bei einem privaten Produktanbieter (z.B. Versicherungsunternehmen oder Fondsgesellschaft), entweder in Form einer konventionellen Rentenversicherung, einer fondsgebundenen Lebensversicherung oder eines besonders gestalteten Fondssparplans.

Um in den Genuß der steuerlichen Förderung kommen zu können, sind einige Eckpunkte zu beachten:

  • ̵ Der angesparte Betrag darf dem Versicherten nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres ausgezahlt werden.
  • ̵ Ähnlich wie bei der Riester-Rente besteht kein Kapitalwahlrecht. Das heißt, der Betrag wird nicht in einer Summe, sondern stets als monatliche (Leib-) Rente gezahlt.
  • ̵ Die angesparten Beiträge können nicht übertragen, beliehen, veräußert oder vererbt werden.

Gleichwohl können Versicherte ihre Hinterbliebenen (Ehegatte und kindergeldberechtigte Kinder) je nach Bedarf ebenfalls versorgen.

Daneben ist auch eine Kombination aus Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsabsicherung möglich.

Die Hinterbliebenenvorsorge sowie die Berufsunfähigkeitsabsicherung unterliegen derselben steuerlichen Förderung wie die eigentliche Rürup-Rente. Die gezahlten Beiträge müssen lediglich zu mehr als 50% auf die eigene Altersvorsorge entfallen.

Begünstigte Aufwendungen für die Altersvorsorge (inclusive der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung - GRV -) können als Sonderausgaben steuerlichen geltend gemacht, d.h. von der steuerlichen Bemessungsgrundlage abgezogen werden. Die Obergrenze liegt bei jährlich 20.000 € (ggf. abzüglich Arbeitgeberanteil zur GRV), bei zusammenveranlagten Ehegatten  40.000 €. Diese Beträge werden allerdings erst im Jahre 2025 in voller Höhe erreicht. Bis dahin steigen die abzugsfähigen Beträge, beginnend in 2005 mit 60%, in jährlichen Raten von 2%-Punkten an. Im Jahre 2009 beträgt somit der abzugsfähige Betrag 68% von 20.000 €/40.000 €.

Da die Besteuerung der Rürup-Rente erst ab dem Jahr des Rentenbeginns erfolgt und der steuerpflichtige Teil zumindest bei der privat finanzierten Rente deutlich unter dem Rentenbetrag liegt, beispielsweise bei 18% für Renten ab dem 65. Lebensjahr, ergeben sich hieraus in doppelter Hinsicht finanzielle Vorteile: einmal ein Liquiditäts- und Zinseffekt durch das zeitliche Auseinanderfallen von Steuerersparnis während der Einzahlungsphase und Steuerbelastung erst in der Auszahlungsphase (Rentenbezug), zum anderen ein unmittelbarer Steuervorteil dadurch, dass die Beitragszahlungen mit dem (Grenz-) Steuersatz des Anlegers entlastet und die steuerpflichtigen Ertragsanteile aus den Rentenzahlungen lediglich mit dem im Alter meist niedrigeren (Grenz-) Steuersatz des Anlegers belastet werden.

Diese zweifache „Hebelwirkung" kann zu beträchtlichen finanziellen Ersparnissen führen. Es lohnt sich daher, über diese Formen der Altersversorgung nachzudenken!

 
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